[Gelesen] Racheblut – Simon Kernick

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Zwei junge Pärchen unternehmen einen Wanderausflug nach Schottland. Doch aus dem idyllischen Wochenendtrip wird schnell ein blutiger Albtraum…

Es sollte ein gemütlicher Kurzurlaub in der Natur werden, doch schon nach wenigen Kilometern ist Ash sich nicht mehr sicher, ob der Ausflug mit ihrem Mann Nik und ihren gemeinsamen Freunden Guy und Tracy wirklich eine so gute Idee war. Niks ehemaliger Kommilitone und dessen Frau lassen kaum eine Gelegenheit aus, ihren Londoner Freunden von ihrem aufregenden Luxusleben im fernen Singapur vorzuschwärmen – ein Umstand, den auch die atemberaubende Landschaft nur schwer ausgleichen kann. Als den vier Wanderern im Wald plötzlich ein nacktes und verstörtes Mädchen mit zahlreichen Wunden am Körper entgegenrennt, müssen Ash und Co. die Hoffnung auf ein erholsames Wochenende endgültig begraben…

Eigenständige eBook-Kurzgeschichte von Bestsellerautor Simon Kernick

Simon Kernick ist ein englischer Thrillerautor, dessen Romane sich auch im deutschen Sprachraum großer Beliebtheit erfreuen, darunter z.B. die Reihe um den Ermittler Dennis Milne. „Racheblut“ ist eine rund 60 Seiten umfassende Kurzgeschichte des Briten, die ausschließlich als eBook erhältlich ist und unabhängig von den bisher veröffentlichten Thrillern steht.

Ein Wochenendtrip wird zum blutigen Albtraum

Protagonisten der Handlung sind wie eingangs erwähnt zwei englische Pärchen, die eigentlich nur ein entspanntes Wochenende fernab ihres stressigen Alltags bzw. nach langer Zeit mal wieder ein paar Tage mit ihren alten Freunden verbringen wollten. Doch noch bevor sie an ihrer abgelegenen Unterkunft ankommen, treffen sie im Wald auf die verwirrte Tracy, die – wie der Leser im Prolog erfährt – einige Tage zuvor entführt wurde und gerade erst aus ihrer Gefangenschaft entkommen konnte. Mehr soll inhaltlich auch gar nicht zur Story verraten werden, denn schließlich handelt es sich bei „Racheblut“ um eine Kurzgeschichte.

Wenig originell, aber spannend und kurzweilig

Auch wenn Simon Kernick bewusst ein paar Klischees bedient und zu in diesem Genre inzwischen allzu oft verwendeten Kniffen wie leeren Handyakkus oder gekappten Telefonleitungen greift, entwickelt sich doch sehr schnell ein recht kurzweiliger Horrorthriller, der den Lesern relativ problemlos ein unterhaltsames Stündchen beschert. Für Tiefgang ist in der Kürze der Zeit erwartungsgemäß kein Raum, trotzdem schafft es der Autor ein paar Reizpunkte zu setzen, welche die Spannung zusätzlich hochtreiben. Kernick geht dabei auch recht kompromisslos zur Sache, was sich vor allem in der durchaus deftigen zweiten Hälfte der Geschichte äußert. Wer also auf der Suche nach einem kurzen, aber knackigen Thriller ist, darf die knapp 2 Euro in das eBook ruhig investieren.

Fazit:
Spannende und kompromisslose Kurzgeschichte, die zwar einige Klischees bedient, aber dennoch gut unterhält (7/10).

Buchcover
Autor: Simon Kernick; Originaltitel: Wrong place, wrong time; Umfang: 60 Seiten; Verlag: Heyne; Erscheinungsdatum: 10. September 2012; Preis: eBook 1,99 €.

Link zum Buch

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